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DIE FILTER DER WAHRNEHMUNG 

Rumi sagte einmal: „Wir sind sowohl der Spiegel als auch das Gesicht im Spiegel.“

Wenn wir die Sprache des Universums sprechen – und damit meine ich Gefühle, Glauben und Überzeugungen –, werden unsere Überzeugungen zum Entwurf für alles, was wir im Leben erfahren: die Heilung unseres Körpers, unsere Beziehungen (auch die romantischen) und unsere Karrieren. Diese Sprache sprechen wir ununterbrochen; sie hört nie auf. Sobald wir bewusst sind, ist das Schaffen oder Manifestieren eine fortwährende Dynamik.


Manchmal ist dieser innere Dialog subtil, manchmal überhaupt nicht. In einem reflektierenden Universum sind sowohl unsere Herausforderungen als auch unsere Freuden nichts anderes als ein Spiegelbild unserer tiefsten Überzeugungen. Die Spiegel, denen wir in anderen Menschen oder Situationen begegnen, sind oft am schwierigsten zu akzeptieren. Gerade dort lohnt es sich, inne zu halten.

Durch unsere Wahrnehmungsfilter versuchen wir, unseren Beziehungen zu anderen – Freundschaften, Arbeit, Geldangelegenheiten und Gesundheit – im Rahmen dessen, was uns frühere Erfahrungen gelehrt haben, einen Sinn zu geben. So schleicht sich Vorhersehbarkeit in unser Leben ein. Es kommt auch vor, dass wir Dinge sagen oder tun, weil wir sie von anderen übernommen haben, anstatt dass sie wirklich von uns selbst stammen. Das vermittelt ein Gefühl von Komfort und Sicherheit.


Solange wir uns in der Nähe von Menschen, Orten oder Dingen befinden, die wir kennen, fühlen wir uns in der Regel besser. Ihr Wohnzimmer gehört Ihnen; dort fühlen Sie sich zu Hause. In einem Hotelzimmer, egal wie schön oder luxuriös es auch sein mag, verspüren Sie dieses Gefühl meist nicht. Ihre Energie ist dort nicht vorhanden. Ein Hotel trägt die Energie vieler Menschen, die vor Ihnen dort waren. Egal wie schön die Einrichtung auch ist, sie „resoniert” nicht.

Wir schwingen mit unserem Auto, unserem Haus und sogar mit den Geräten, die wir täglich benutzen, mit. Auch wir selbst schwingen mit: Wir haben eine Frequenz. Dadurch beeinflussen wir, einfach durch unsere Anwesenheit, andere Menschen und unsere Umgebung. Logischerweise kann man sagen, dass, wenn man etwas in sich selbst verändert, diese Veränderung auch in der Umgebung spürbar wird – und von anderen wahrgenommen wird.

Das sind die Spiegel, auf die Rumi Bezug genommen hat. Wenn das Universum unsere Überzeugungen, Emotionen und inneren Wahrheiten auf vielfältige Weise widerspiegelt, dann werden uns täglich Spiegel in allem, womit wir in Beziehung stehen, gereicht – bis in unser tiefstes Inneres.


In unseren persönlichen Spiegeln werden unsere tiefsten Überzeugungen offenbart. Und manchmal ist es konfrontierend, damit konfrontiert zu werden. Das zugrunde liegende Muster ist oft Angst, eine Kraft mit vielen Masken in unserer Kultur. Sie begegnet uns täglich, manchmal so subtil, dass wir sie gar nicht erkennen: in unserem Körper, in unseren intimen Beziehungen, in allem. Das sind unsere täglichen Auslöser, und sie haben einen Ursprung.

Wenn man Menschen nach ihren negativen Erfahrungen fragt, hört man oft Geschichten über ihre Eltern: kalt, eifersüchtig, kritisch, streng, unfair, kontrollierend, verurteilend, wütend... All das ist in der kollektiven Erinnerung des Bewusstseins, in dem wir leben, verankert. Man könnte es als universelle Angst bezeichnen. Deshalb sind wir so geschickt darin geworden, Masken zu tragen – um es erträglich und sozial akzeptabel zu machen. So vergessen wir unseren Schmerz, der schon lange schlummert, aber immer wieder durch unsere Spiegel aktiviert wird.


Diese Ängste kennen wir alle: die Angst vor Trennung, Verlassenwerden, geringem Selbstwertgefühl und Misstrauen. Das sind die Kernängste.


Gehen Sie zurück in die Zeit, in Ihre Kindheit, und entdecken Sie, wie die Generation aussah, deren Produkt Sie sind.


 
 
 

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